Katzen Futter
Die Stiftung Warentest hat 39 Katzenfutter untersucht. test.de zeigt die besten
Produkte und gibt Tipps für schlanke Miezen.

Ein Futter liefert alles
Alleinfutter liefert das alles. Es muss so zusammengesetzt sein, dass eine
erwachsene Katze damit rundum versorgt ist. Die Stiftung Warentest hat 39
Alleinfutter untersucht: 11 Trockenfutter und 28 Feuchtfutter wie Huhn in Soße
oder saftige Rinderhäppchen mit Leber. 32 Produkte sind gut komponiert. Sie
enthalten alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis. Doch nur bei 12 Produkten
sind auch die Fütterungshinweise korrekt. Viele Anbieter empfehlen stattdessen
zu viel des Guten.
Trockenfutter billig und gut
Trockenfutter ist besonders preiswert. Eine Tagesration kostet zwischen 5 und
31 Cent. Ist die Katze gesund, spricht nichts gegen Trockenfutter. Vorausgesetzt
das Tier trinkt genug Wasser. Alle Trockenfutter im Test sind ausgewogen
komponiert. Sieben sind sehr gut. Darunter Schnucki von Aldi Nord, Minou von
Aldi Süd und Coshida von Lidl. Sie kosten nur 5 bis 6 Cent pro Tag. Feuchtfutter
ist wesentlich teurer. Preis für eine Tagesration: bis zu 3,23 Euro. Das
billigste sehr gute Feuchtfutter im Test, Yarrah Bio Pâté mit Huhn, kostet pro
Tag 97 Cent.
Drei sind mangelhaft
Drei Alleinfutter patzen dagegen bei der ernährungsphysiologischen Qualität.
Sie sind nicht optimal komponiert. Bei Almo Nature mit Thunfisch und Huhn fehlen
wichtige Mineralstoffe, bei Fressnapf fit+fun Geflügel fehlen Vitamine und in
Rewe ja! Zarte Stücke mit Geflügel steckt widerum zu viel Vitamin A. Die Folge:
Testurteil mangelhaft für alle drei Produkte. Mit diesem Futter ist eine Katze
nicht optimal versorgt. Almo Nature enthält beispielsweise kaum Kalzium. Das
brauchen Katzen aber für ihre Knochen.
Zusatzstoffe sinnvoll
Zusatzstoffe werden oft verteufelt. Zu unrecht. Im Katzenfutter machen sie
Sinn. Fehlen dem Fleischmix etwa Vitamine, müssen die Anbieter sie zusetzen. Ein
positives Beispiel ist Yarrah Bio Pâté. Obgleich als bio deklariert, setzt der
Anbieter die Vitamine D und E zu und den Eiweißbaustein Taurin. Das ist gut so.
Vitamine und Taurin halten Samtpfötchen gesund. Fehlt der Katze langfristig
Taurin, kann das Tier erblinden. Es drohen Fruchtbarkeitsstörungen,
Herzkrankheiten und Gehirnschäden beim Nachwuchs. Taurin kommt nur in tierischem
Gewebe vor. Es ist deshalb keine gute Idee, Katzen rein pflanzlich zu ernähren.
Vegetarische Produkte wie Schlecki Schlemmerschmaus sind bestenfalls als
Ergänzung geeignet.